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Häufige gestellte Fragen und Antworten rund um die Geburt

Häufige gestellte Fragen und Antworten rund um die Geburt

In der aktuellen Situation stellen sich zahlreiche Fragen. Leider können wir auf Grund der Covid-19 Pandemie keinen Eltern-Abend veranstalten oder die Kreißsaalführungen anbieten. Deshalb versuchen wir versuchen hier, auf die wichtigsten Fragen Antworten zu geben.

Die wichtigsten Fragen auf einen Blick

  • Wie läuft die Betreuung VOR der Geburt

    In „Corona-Zeiten“ übernehmen wir die Betreuung einer normalen Schwangerschaft ab dem errechneten Geburtstermin. Bitte vereinbaren Sie nach Ihrem letzten Besuch bei Ihrem Frauenarzt oder bei Ihrer Frauenärztin einen Termin in unserer Schwangerenambulanz unter +43 5572 303 2456. 
    In unserer Pränatal- und Risikoambulanz werden Frauen mit speziellen Fragestellungen bereits davor mit entsprechender Zuweisung von Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Frauenärztin betreut.

     

  • Wann ist der richtige Zeitpunkt ins Spital zu kommen?

    -regelmäßige Wehentätigkeit über einen längeren Zeitraum
    -Blasensprung
    -(regelstarke) Blutung
    -Unwohlsein

    Bei Fragen diesbezüglich sind wir rund um die Uhr erreichbar unter +43 5572 303 2471

  • Was muss ich alles mitbringen?

    -Mutter-Kind-Pass
    -ecard
    -persönliche Hygieneartikel

  • Welche Unterlagen / Dokumente muss ich mitbringen?

    Keine! Die österr. Standesämter können online auf benötigte Dokumente zugreifen; sollten zusätzliche Unterlagen erforderlich sein bzw. ungeklärte Fragen auftreten, wendet sich das Standesamt direkt an Sie persönlich.

  • Welche Möglichkeiten der Schmerztherapie gibt es?

    Wir sind bemüht, den Geburtsverlauf möglichst nicht zu unterbrechen und die natürlichen, eigens produzierten Schmerzhormone wirken zu lassen. Zu Beginn können Positionswechsel, Wärme, Massagen oder ein Entspannungsbad bereits helfen.

    Sollten diese Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen, können wir auf diverse Schmerzmittel zurückgreifen. Zäpfchen, welche lokal schmerzlindern bzw. ein in die Vene verabreichtes Medikament, können gegeben werden.

    Bei ca. 10% der Gebärenden kommt die sogenannte PDA (Periduralanästhesie) zum Einsatz – hier wird über einen kleinen Katheter kontinuierlich ein Schmerzmittel verabreicht, welches den Schmerz minimieren kann. Für diesen Eingriff ist eine Aufklärung durch den Anästhesisten erforderlich.

  • Welche Gebärpositionen sind möglich?

    Diese Frage lässt sich leicht beantworten: beinahe alle! Stehend, kniend, im „Vierfüsslerstand“, in Seitenlage, sitzend, auf dem Gebärhocker, im Wasser,…  - probieren Sie aus, wie Sie sich am wohlsten fühlen und spüren Sie, wie Ihr Baby am Besten geboren werden kann.

  • Wie viele Kreißsäle gibt es? Was macht man, wenn alle Kreißsäle besetzt sind ?

    Derzeit haben wir 4 Kreißsäle – namentlich „Birne“, „Buche“, „Esche“, „Birke“ – benannt nach den Hölzern, in denen sie eingerichtet sind. Fast immer finden wir unser Auslangen mit diesen vier Räumen. Es gibt aber 2-3 Mal im Jahr „besondere“ Tage (Nächte), an denen besonders viele Kinder zur selben Zeit zur Welt kommen wollen. In diesen Stunden nutzen wir die Möglichkeiten, die unser Ambulanzraum bietet oder unser Nachtdienst-Zimmer. Besonders froh sind wir dann, auf unser Team zurückgreifen und eine (oder zwei) weitere Kolleginnen zusätzlich rufen zu können!

  • Wie viele Personen sind bei der Geburt anwesend? Welche Rolle nehmen Ärztinnen und Ärzte während der Geburt ein? Wann ist Schichtwechsel?

    Die überwiegende Zeit der Geburt werden Sie von einer Hebamme begleitet – damit Sie möglichst wenig unterschiedliche Personen betreuen, arbeiten wir in 12-Stunden-Schichten. (07:00-19:00 Uhr). Kurz bevor Ihr Baby zur Welt kommt werden wir von einer Ärztin oder einem Arzt unterstützt – eine „zweite Hand“ ist jetzt ganz hilfreich.Über Ihre Anwesenheit ist das diensthabende Oberärzteteam informiert - sollten Komplikationen auftreten, ist dieses jederzeit verfügbar.

  • Wie viele Hebammen, Ärztinnen oder Ärzte sind im Dienst?

    Im Dienst sind immer 2 „Kreißsaal-Hebammen“. Am Tag wird unsere Schwangerenambulanz zusätzlich von einer Hebamme betreut und am Nachmittag von einer weiteren Kollegin abgelöst, welche uns auch im Kreißsaal unterstützt. In der Nacht sind ebenfalls zwei Hebammen im Dienst. Ergänzt werden wir durch unser Ärzteteam – je ein(er) diensthabenden Fach- bzw. Oberärzt(in) bzw. Assistenz- oder Turnusarzt(in). Auch von anderen Fachabteilungen wie Anästhesie und Pädiatrie sind immer Fach- / Oberärzte- bzw. ärztinnen im Haus anwesend.

  • Wird Bonding durchgeführt? Stillt man gleich im Kreißsaal? Wie lange ist man nach der Geburt im Kreißsaal? Was passiert mit der Plazenta?

    „Die goldene Stunde“ – so wird die erste Stunde nach der Geburt bezeichnet. Diese ist so wichtig, weil hier der Grundstein für eine innige Mutter-Kind-Beziehung gelegt wird. Durch den ununterbrochenen (Haut)Kontakt werden alle hormongesteuerten Prozesse gefördert. Diese Prozesse zu unterstützen ist uns ein großes Anliegen. Noch vor der Verlegung auf die Wochenbettstation (ca 2 Stunden nach der Geburt) erfolgt das erste Anlegen an die Brust und Sie können Ihr Baby bereits stillen. Die Plazenta („Nachgeburt“) wird nach Überprüfung auf ihre Vollständigkeit als „organischer Stoff“ in einer speziellen Anlage verbrannt

  • Wie hoch ist die Kaiserschnitt-Rate?

    Über die letzten Jahre konnten wir unsere Kaiserschnittrate stabil knapp über 20% halten. Zum Vergleich: im deutschsprachigen Raum liegt diese durchschnittlich zwischen 30-40%. Dies zeigt, dass wir mit unseren Bemühungen, die Kaiserschnittrat auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren auf einem guten Weg sind, so wie es die WHO vorsieht und wir es uns für das Wohl aller Frauen und Kinder wünschen.

  • Wie hoch ist die Dammschnitt-Rate?

    3-4%

  • Wie hoch ist die PDA-Rate?

    10-12%

  • Wie lange ist man insgesamt im Spital? (Spontangeburt / Kaiserschnitt)? Gibt es „rooming in?

    Die Zeit nach der Geburt auf der Wochenstation ist sehr wichtig für Mama und Kind. Rooming in, d.h. dass das Neugeborene immer bei der Mama sein kann, ist dabei selbstverständlich, das Bonding geht weiter. Mama und Kind lernen sich kennen, erholen sich und erhalten einfühlsame Hilfe beim Stillen und bei allen Fragen, was Ernährung und Pflege des Säuglings betrifft.  Wie lange Frau mit Kind auf der Wochenstation bleiben ist dabei sehr individuell. Im Durchschnitt bleibt eine Frau nach der Geburt 2-4 Tage, nach einem Kaiserschnitte 4-5 Tage bei uns. Aber auch eine ambulante Geburt ist selbstverständlich möglich, wenn eine Nachbetreuung durch eine Hebamme zu Hause organisiert ist.

  • Wie viele Frauen sind auf der Wochenbettstation in einem Zimmer? Gibt es Familienzimmer? Wie funktioniert das mit der Sonderklasse?

    Auf der Wochenstation gibt es 2- und 3-Bettzimmer, wobei immer darauf Wert gelegt wird, dass nicht zu viele Mamas mit Babys zur selben Zeit in einem Zimmer sind. Für Sonderklasse-Patientinnen stehen 1- und 2- Bettzimmer zur Verfügung. Ein Familienzimmer gibt es leider noch nicht. Allerdings ist es auch in Corona-Zeiten möglich, dass der frischgebackene Vater seine Familie besucht.

  • Welche Einschränkungen gibt es jetzt bedingt durch die Corona-Pandemie?

    Auch in dieser besonderen Zeit bemühen wir uns, dass Sie und Ihr Baby optimal betreut werden und die Geburt so natürlich wie möglich von statten gehen kann. Selbstverständlich kann Ihr Mann / Ihr Partner während der gesamten Zeit im Kreißsaal mit dabei sein. Auch bei einem Kaiserschnitt kann er seine Frau begleiten. In der Schwangeren-Ambulanz ist es wichtig, dass Sie eine Maske tragen. Im Kreißsaal während der Geburt ist das nicht notwendig. Alle involvierten Personen sind durch FFP2-Masken geschützt und schützen Sie. Leider sind die Besuchszeiten eingeschränkt. Es mag etwas enttäuschend sein, die Freude über das neugeborene Kind nicht gleich mit allen wichtigen Menschen persönlich teilen zu können - wir haben jedoch auch eine positive Entwicklung beobachtet: durch die Einschränkungen ist es viel ruhiger geworden auf der Station…! Dadurch erholen sich die Mamas rascher, das Stillen klappt besser und Babys dürfen dann trinken, wenn sie hungrig sind. So sind alle besser gerüstet für die wunderbare erste Zeit zu Hause.

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+++ Wichtige Information +++

Besuchsregelung

Ab Mittwoch, dem 10. März 2021 kann pro Patient und Tag ein Besucher für eine Stunde ins Spital kommen.

Unsere Besuchszeiten sind 
Montag bis Sonntag 14:00 bis 16:00 Uhr
Montag und Donnerstag 18:30 bis 19:30 Uhr

Ausnahmeregelungen
Vater/Begleitperson vor, während und nach der Geburt
Besuch bei Ihrem Kind (je ein Elternteil)
bei Schwerstkranken

Wichtig: Die Besucher und Begleitpersonen benötigen ein gültiges, negatives Testergebnis!
 

Wir möchten Sie höflichst bitten, Ihre Angehörigen nur in dringenden Fällen im Krankenhaus Dornbirn zu besuchen. Jeder Besucher muss den Gesundheitscheck passieren, daher kann es zu erheblichen Wartezeiten kommen. Wir bitten um Verständnis! Während des gesamten Besuchs ist die Maskenpflicht - auch in den Patientenzimmern - einzuhalten. Sämtliche Hygienevorschriften, wie die Händedesinfektion,
Abstand halten, müssen unbedingt eingehalten werden.

Bitte helfen Sie mit, die Ausbreitung des Coronavirus möglichst gering zu halten!
DANKE!