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Diagnose Kinderonkologie Ablauf
Diagnose Kinderonkologie Ablauf, © BZGA
Diagnose Kinderonkologie Ablauf
Diagnose Kinderonkologie Ablauf, © BZGA

Drehscheibe Kinderonkologie

Drehscheibe Kinderonkologie

Die Erkrankung eines Kindes mit Krebs stellt eine große Herausforderung für die gesamte Familie dar. Das Krankenhaus Dornbirn hat sich dabei zum Ziel gesetzt, das betroffene Kind und die Angehörigen in dieser Zeit nicht nur medizinisch zu unterstützen.

Ablauf einer Verdachtsdiagnose

  • Verdachtsdiagnose
  • Diagnosestellung und Staging
    Der Therapiestart an der Universitätsklinik Innsbruck; eine stationäre Aufenthaltsdauer von ca. 3-6 Wochen ist notwendig.
  • Ambulante Kontrollen
    zu Blutbild, klinische Kontrollen, Labor, MRT, Pflege Zentralkatheter, stationäre Aufenthalte bei Fieber in Aplasie, Antibiotikatherapie i.v. (intravenös) erfolgen in Absprache mit dem jeweiligen Zentrum in Dornbirn (ebenso Kontrollen in Innsbruck)
  • Chemotherapie
    im jeweiligen Zentrum entweder ambulant oder stationär - abhängig vom Studienprotokoll

Prim.Priv.-Doz.Dr. Edda Haberlandt
T +43 5572 303

Krankenhaus der Stadt Dornbirn
Kinder- & Jugendheilkunde
Lustenauerstraße 4, 6850 Dornbirn
edda.haberlandt​(at)​dornbirn.at

Soziale Arbeit - Case Management

Das primäre Ziel der psychosoziale Kinderonkologie ist es Ihnen und Ihrer Familie zu helfen, die Belastungen die durch die Erkrankung Ihres Kindes entstehen, zu lindern. Die Sozialarbeit begleitet Sie dabei sich neu zu orientieren und Kraft zu schöpfen.

Individuelle Begleitung und Unterstützung

Es benötigt Achtsamkeit und viele kleine Impulse für die betroffene Familie, in der Sie die Sozialarbeit gerne unterstützen möchte.

Diplomsozialarbeiterin (DSA) Karin Steinbock-Lasnik steht Ihnen bei verschiedenen Anliegen zur Verfügung:

  • Bei der Klärung von sozial- und arbeitsrechtlichen Fragen: Freistellungsmöglichkeiten von der Arbeit, Pflegegeld, erhöhte Familienbeihilfe, Rezeptgebührenbefreiung
  • Existenzsicherung – finanzielle Ressourcenerschließung
  • bei Fragen zu den verschiedenen Behandlungszentren in Innsbruck, St.Gallen, Wien, Wr.Neustadt, Regensburg,…
  • Hilfestellung und Begleitung bei dem Wunsch eines Betreuungswechsels nach St. Gallen
  • Informationen, Hilfestellung bei der Finanzierung zu Übernachtungsmöglichkeiten bei den jeweiligen Kliniken
  • Vernetzung/Anknüpfung mit Institutionen, Selbsthilfegruppen, Interessensvertretung und anderen betroffenen Familien etc.
  • Psychosoziale Begleitung und Beratung
  • Information zu der Suche von psychologischer und psychotherapeutischer Begleitung
  • Kontaktaufnahme und Vermittlung von sozialen Hilfsdiensten zur Familienentlastung
  • Unterstützung bei der Organisation von Rehabilitationsaufenthalten für die ganze Familie
  • Geschwisterkinder: Information/Organisation von Unterstützungsmöglichkeiten (in der Schule, daheim, persönlich…) durch Vernetzung/Anbindung an die Psychologie im Krankenhaus Dornbirn, tiergestützte Therapie, Maltherapie, …
  • bei der Vermittlung mit der Heilstättenschule Vorarlberg zur Sicherstellung von Heimunterricht, Anbindung an die Stammschule, Begleitung der LehrerInnen und KlassenkameradInnen, Rückführung nach Genesung in die Klasse für das kranke Kind. Dieses Angebot steht Geschwisterkindern ebenso zur Verfügung.
  • Information zu Fahrt- und Transportkosten

Karin Steinbock-Lasnik DSA
T +43 5572 303 3204

Krankenhaus der Stadt Dornbirn
Psychosozialer Dienst
Lustenauerstraße 4, 6850 Dornbirn
karin.steinbock-lasnik​(at)​dornbirn.at

Case Management
Case Management, © BZGA

Häufig gestellte Fragen

  • Wer unterstützt mich bei allem außerhalb der medizinischen Fragen?

    In den meisten Fällen gibt es vor Ort eine SozialarbeiterIn, an die Sie sich mit all ihren Fragen wenden können. DSA Karin Steinbock-Lasnik ist mit ihren BerufskollegInnen im regelmäßigen Austausch, sodass sowohl heimatnahe als auch in den jeweiligen Behandlungszentren Unterstützung angeboten werden kann.

  • Wie kann ich mich als Elternteil von der Arbeit freistellen lassen?

    Um ein krankes Kind zu versorgen gibt es mehrere Möglichkeiten um von der Arbeit freigestellt zu werden: Es gibt Pflegefreistellung, Sonderurlaub, Familienhospizkarenz und in manchen Fällen noch eine Pflegekarenz.

  • Wie kommen wir in das jeweilige Behandlungszentrum, wer organisiert und finanziert das?

    Die Ärzte des jeweiligen Zentrums stellen eine Fahrt- bzw. Transportanweisung aus und lassen diese bei den jeweiligen Sozialversicherungsträgern (ÖGK, BVAEB, SVS) bewilligen. Sie benötigen eine Bestätigung jeder Behandlung, die durch einen Stempel und der Unterschrift des Arztes auf der Bewilligung erfolgt. Die Familie kann je nach Möglichkeit zwischen einem Krankentransport, dem Taxi, dem eigenen PKW oder öffentlichen Verkehrsmitteln wählen. Für konkrete und der individuellen Situation angepasste Auskünfte bitten wir um Kontaktaufnahme mit dem behandelnden Arzt oder DSA Karin Steinbock-Lasnik.

  • Was ist die erhöhte Familienbeihilfe?

    FamilienbeihilfenbezieherInnen können bei einer schweren Erkrankung eine erhöhte Familienbeihilfe beim zuständigen Finanzamt beantragen. Nach der Antragstellung erfolgt eine Einladung zu einem Begutachtungstermin. Wenn dies krankheitsbedingt nicht möglich sein sollte, kann eine schriftliche Stellungnahme des behandelnden Zentrums diesen Termin ersetzen. Die erhöhte Familienbeihilfe kann bis zu fünf Jahre rückwirkend ausbezahlt werden.

  • Was ist Pflegegeld?

    Bei Kindern und Jugendlichen die einen pflegerischen Mehraufwand aufweisen, welcher mindestens sechs Monate andauernd wird, kann Pflegegeld beantragt werden.Der Antrag kann bei der zuständigen Pensionsversicherungsanstalt des Elternteils, welches die Krankenversicherung des Kindes innehat, eingebracht werden (PVA, BVAEB, SVS, neue Selbständige).
    Besonderheiten beim Pflegegeld: Bei zusätzlichem Bezug der erhöhten Familienbeihilfe wird das Pflegegeld um 60 Euro herabgesetzt. Während eines stationären Aufenthaltes des Kindes „ruht“ das Pflegegeld nur dann, wenn kein pflegender Elternteil dauernd anwesend ist!
    Wird ein Kind/Jugendlicher zu Hause gepflegt und bezieht Pflegegeld der Stufe 5 kann ein monatlicher Zuschuss des Landes zur häuslichen Betreuung und Pflege in der Höhe von 200 Euro bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft beantragt werden.

  • Was ist eine Rezeptgebührenbefreiung?

    Familien mit geringem Haushaltseinkommen können von der Rezeptgebühr per Antrag befreit werden. Dies ist beim zuständigen Krankenversicherungsträger einzubringen.

  • Welche Vorteile ergeben sich durch einen Behindertenstatus (Behindertenpass)?

    Bei manchen erkrankten Kindern kann der Antrag auf einen „Grad der Behinderung“ sinnvoll sein und auch steuerliche Vorteile und andere Ermäßigung mit sich bringen. Bei einer Mobilitätseinschränkung gibt es die Möglichkeit um finanzielle Erleichterungen rund um den PKW sowie einen Parkausweis. Der Antrag ist beim Sozialministeriumsservice einzubringen.

  • Gibt es für das Kind und die Familie die Möglichkeit auf einen Rehabilitationsaufenthalt?

    Ja, es gibt die Möglichkeit auf einen vierwöchigen Familien-Rehabilitationsaufenthalt. Angehörige haben während dieser Zeit den Anspruch auf Freistellung und befinden sich im Status eines Krankenstandes.  Der Antrag mit ärztlicher Stellungnahme wird durch das jeweilige Zentrum oder durch die Drehscheibe Krankenhaus Dornbirn eingebracht. Es fallen weder für das erkrankte Kind noch die Familienmitglieder ein Selbstbehalt an.
    Bitte fragen Sie hier direkt auf der Station der Behandlungsstätte oder bei DSA Karin Steinbock-Lasnik an.

  • Welche Möglichkeiten gibt es, wenn trotz der ganzen sozialrechtlichen Ansprüche finanzielle Lücken/Einbußen entstehen?

    Es gibt Vereine und Organisationen die auf Spendenbasis Familien in Notsituationen unterstützen. Bitte wenden Sie sich hierzu an DSA Steinbock-Lasnik.

Kinderonkologie
Kinderonkologie, © sewcream - stock.adobe.com

Klinische- und Gesundheitspsychologie

Die Diagnose Krebs bringt viele Fragen mit sich und es findet eine Neubewertung des eigenen Lebens und dessen Inhalte statt.

Unsere Psychologin begleitet diesen Prozess der Neuorientierung, der Auseinandersetzung mit und der Verarbeitung der Erkrankung. Sie unterstützt bei der Suche nach Antworten und bei der psychologischen Begleitung im Umgang mit der Erkrankung und deren Folgeerscheinungen. Gemeinsam werden Wege gesucht, mit der neuen Lebenssituation umzugehen und die Lebensqualität trotz der Erkrankung möglichst gut zu erhalten.

In Einzel- und Familiengesprächen, gemeinsamen Spielstunden und Geschwisterterminen können die jeweils aktuellen Belastungen eruiert und bearbeitet werden.

MMag. Melanie Nardin
T +43 5572 303 3203

Krankenhaus der Stadt Dornbirn
Kinder- & Jugendheilkunde
Lustenauerstraße 4, 6850 Dornbirn
melanie.nardin​(at)​dornbirn.at

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+++ Wichtige Information +++

Besuchsverbot

Ab sofort gilt aufgrund der aktuell stark steigenden Zahl an Corona-Patient:innen in allen Vorarlberger Krankenhäusern ein Besuchsverbot. Zum Schutz unserer Patient:innen und Mitarbeitenden sind bis auf weiteres keine Besuche gestattet.

Ausnahmen vom Besuchsverbot:

Ein Besucher pro Patient pro Woche, sofern der Patient in der Krankenanstalt länger als eine Woche aufgenommen ist. Zwei Besucher:innen pro Tag bei minderjährigen Patient:innen.Für sie gilt die 2G + Regel (Geimpft und PCR-Test* oder Genesen und PCR-Test*).*Der PCR-Test darf nicht älter als 72 Stunden sein.

Besuchszeiten sind

Montag bis Sonntag 14:00 bis 16:00 Uhr
Montag und Donnerstag 18:30 bis 19:30 Uhr

Zutritt haben darüber hinaus mit FFP2-Maske:

Zur Information:

Während des Aufenthalts im Krankenhaus haben Begleitpersonen und Besucher:innen ab 14 Jahren durchgängig (auch in den Krankenzimmern) eine FFP2-Maske zu tragen und vor Betreten der Abteilung eine hygienische Händedesinfektion durchzuführen. Kinder ab 6 Jahren müssen durchgängig einen MNS tragen. Kinder unter 6 Jahren sind von der Maskentragepflicht ausgenommen. Patient:innen müssen außerhalb ihres Patientenzimmers eine FFP-2 Maske tragen.

Bitte besuchen Sie die Spitalsambulanzen weiterhin nur: